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Kulturgeschichte | 02 / 2012

DIE BEDEUTUNG DER BEDEUTUNG

Eine Ausstellung über Zeichen in Bonn

TEXT: ULRICH DEUTER Es gibt wenig auf der Welt, das nicht – auch – Zeichen ist. Und wenn Menschen zusammenkommen, gilt ohnehin Paul Watzlawicks unerbittliches (oder tröstliches) Diktum: Man kann nicht nicht kommunizieren. Wer also eine Ausstellung über Zeichen macht, macht eine Ausstellung über alles und hat als Erstes die unbedingte Pflicht...


Kulturgeschichte | 02 / 2012

»MEHR NAIVITÄT, MEHR IDEALISMUS!«

Zwei Minuten dauerte ihre Rede auf dem Parteitag der Piratenpartei im Mai 2011, danach wurde sie als politische Geschäftsführerin in den Bundesvorstand gewählt: Marina Weisband. Die in Münster lebende Psychologie-Studentin, 1987...

INTERVIEW: ANDREJ KLAHN K.WEST: Fürst Myschkin, die Hauptfigur aus Dostojewskis Roman »Der Idiot«, habe ein »offenes, kindliches Gemüt«, er sei jedem «freundlich zugeneigt, ja beinahe naiv«, schreiben sie in Ihrem Blog für die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Sie überlegen, ob dieser Moral-Nerd im digitalen Zeitalter ein Außenseiter wäre wie im...


Kulturgeschichte | 12 / 2011

DER ZU DEN VÖGELN SPRACH

Das Diözesanmuseum Paderborn erinnert an Franz von Assisi – sein Weg der Friedens-, Welt- und Menschenliebe wirkt auch in gottferner Zeit noch beispielhaft.

TEXT: ULRICH DEUTER Franziskanische Armut ist in Europa heute nur noch selten zu finden; der Begriff aber, 800 Jahre nach seiner Entstehung, noch durchaus bekannt. Er meint den freiwilligen konsequenten Verzicht auf weltliche Güter und ist damit etwas völlig anderes als die derzeit landläufige Definition von Armut als Unterschreitung der...


Kulturgeschichte | 12 / 2011

ALLE JAHRE WIEDER

Endlich: Die Weihnachtsmärkte haben geöffnet. Glühbier, Matsch-Musik und Christmas-Currywurst: Schön-schrecklich, hübsch-hässlich, überlaufen, anstrengend, traditionell. Gucken kann man ja mal.

TEXT: VOLKER K. BELGHAUS  »Bitte mal rankommen!« Der Mann brüllt in die vorbeihastende Menschenmenge. Man solle »doch mal schauen, gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit!«. Einige Essener Passanten bleiben dann doch stehen, sind kurz irritiert. Wo bleibt denn da die vielbeschworene Gemütlichkeit, wenn jetzt schon auf dem Weihnachtsmarkt...


Kunst, Kulturgeschichte | 11 / 2011

IMMER SCHÖN ALTMODISCH SCHÖN

Keine großen Neuerer, dafür begabte Netzwerker waren die Kölner Künstler des Mittelalters. Mit Erfolg setzten sie auf Qualität und Wiedererkennungswert ihrer Produktion. Das zeigt sich nun auch im Museum Schnütgen: Die verspätete...

TEXT: STEFANIE STADEL Eine hohe Stirn, die zierliche Nase ganz gerade, der Mund klein. Lang fällt das blonde Haar über die Schultern in den Nacken der jungen Frau. Mit graziös überkreuzten Beinen steht sie in der Stube – ganz so wie sich der Kölner im Mittelalter weibliche Schönheit ausmalte. Und lockt in der Andreasnacht mittels Wachsherz,...


Kulturgeschichte | 10 / 2011

»DER MIGRATIONSMYTHOS WAR: EIN JAHR ARBEITEN UND DANN ZURÜCK.«

Am 31. Oktober 1961 schloss die Bundesrepublik ein Anwerbeabkommen für Arbeitskräfte mit der Türkei – sechs Jahre nach dem ersten Vertrag mit Italien. Aus Kurzzeitgastarbeitern wurden Neubürger: Insgesamt leben in Deutschland...

INTERVIEW: ULRICH DEUTER K.WEST: Auf welche politisch-historische Situation traf das Anwerbeabkommen mit der Türkei? OHLIGER: Es war die Zeit der wachsenden Arbeitsmigration, die Hochphase des Wiederaufbaus, die Zeit des deutschen »Wirtschaftswunders«. Es herrschte – teils kriegsbedingt – starker Arbeitskräftemangel. Ganze Jahrgänge von...


Kunst, Kulturgeschichte | 10 / 2011

»DIESER JOB IST FAST BANAL GEWORDEN.«

Der 1972 in Kötzting geborene Thomas Dworzak ist seit 2004 Mitglied der Agentur Magnum Photos. Er ist ein Spezialist für Krisengebiete, fotografierte in Afghanistan, Irak oder in den ehemaligen Sowjetrepubliken Georgien,...

INTERVIEW: ANDREJ KLAHN K.WEST: In der Ausstellung »Frontline« sind Fotos zu sehen, die Sie zwischen Februar und April 2011 in Libyen gemacht haben. In einer Zeit des Ausnahmezustands. Wie haben Sie vor Ort den Überblick behalten? DWORZAK: Ganz einfach: eine Straße, 2.000 Journalisten. Man muss nur dem Tross hinterherfahren. K.WEST: So...


Kunst, Kulturgeschichte | 10 / 2011

IN WEITER FERNE, SO NAH!

Das Düsseldorfer NRW-Forum zeigt Leiden aus kurzer Distanz. Die Ausstellung »Frontline« versammelt Bilder vom Krieg, aktuelle wie historische, aufgenommen von Fotografen der Agentur Magnum. Aufnahmen, die nicht zuletzt das...

TEXT: ANDREJ KLAHN Ein Sterbender in Überlebensgröße: »Loyalistischer Soldat im Moment des Todes«, Robert Capas berühmtestes Foto, stimmt den Betrachter im Düsseldorfer NRW Forum darauf ein, worauf er sich in der Ausstellung »Frontline« einzustellen hat. Auf Bilder, die weh tun. Sie zeigen Leiden in Nahaufnahme, berichten aus aktuellen wie...


Kulturgeschichte | 09 / 2011

DER LANGE WEG

In der Gemeinde der Duisburger Merkez-Moschee erwachte 2010 der Wunsch, die Lebensgeschichten der türkischen Einwanderer erster und zweiter Generation nicht verloren gehen zu lassen. 15 Männer machten sich an die für sie...

Mehmet S. Ich wurde im Jahre 1943 an einem verschneiten Tag geboren. Mein Vater war ein armer Bauer aus Kirsehir. Wir sind drei Geschwister. Ich habe einen älteren und einen jüngeren Bruder. Wir hatten zu Hause keinen Ofen, sondern nur eine Grube, in der wir Stroh oder Zeitungspapiere verbrannten. Wir schliefen auf einer Strohmatte. Meine...


Kulturgeschichte | 09 / 2011

KUNST, LASS NACH!

Kunst ist schön, macht aber bekanntlich viel Arbeit. Wenn wiederum ein Künstler viel arbeitet, macht er über die Jahre viel Kunst. Nicht jedem wird alles vom gierigen Markt aus den Händen gerissen. Vieles bleibt, auch wenn der...

TEXT: MARTIN KUHNA Erinnerungen, Aufzeichnungen, Dokumente, Kunstwerke, Briefe, Filme, Tonbänder, Dateien, CDs, DVDs, Festplatten und Akten, Akten, Akten: Die Frage, was außer Vermögen oder Schulden von uns bleibt, was es zu bewahren gilt und was nicht, beschäftigt nicht nur den einzelnen Menschen gegen Ende seines Lebens. Sie ist auch eine...


Was? Wann? Wo?Der Kultur-kalender für NRW

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