aktuelle Beiträge

weitere Beiträge

Kulturpolitik | 12 / 2010

NICHT MIT NEE

Das Kulturhauptstadtjahr geht zu Ende. »Ruhr.2010«-Chef Fritz Pleitgen wird 2011 endlich Pensionär. Sein Kollege Oliver Scheytt aber bleibt, und mit ihm die Ruhr.2010 GmbH. Scheytt macht sich Gedanken über 2011 hinaus – und...

TEXT: MARTIN KUHNA Schon im Sommer hatte Scheytt öffentlich über eine Institution nachgedacht, die künftig anstelle von »Ruhr.2010« Kulturelles in den 53 Städten des Ruhrgebiets koordinieren könnte. Sofort wurde ihm um die Ohren gehauen, dass er von einer zusätzlichen Machtinstanz träume, einem Super-Kulturdezernat, natürlich mit sich selbst...


Kulturpolitik, Architektur | 10 / 2010

U WIE PRESTIGEDENKEN

Es wird – neben Zollverein – als das zweite Großwahrzeichen des gewandelten Ruhrgebiets gepriesen: Das Dortmunder U. U stammt von »Union-Brauerei«, doch längst muss man es anders interpretieren: U wie unvollendet,...

TEXT: MARTIN KUHNA Zur Erinnerung: Der Umbau des Brauereigebäudes am Rande der Dortmunder Innenstadt war wegen unerwarteter Substanzschäden in Verzug geraten. Die für Mai geplante Eröffnung musste gestutzt werden. Gefeiert wurden nur der Einzug einiger Mieter in die Untergeschosse und die Installation der »Fliegenden Bilder« von Adolf...


Kulturpolitik | 09 / 2010

»ICH WÜRDE GERN ALLE ZUSAMMENHOLEN ZU EINEM PAKT.«

NRW-Misch-Ministerin Ute Schäfer vermittelt so etwas wie staunende Freude über ihr Teilressort Kultur, das für sie offenbar ein in den Schoß gefallenes Juwel bedeutet. Schäfer, 1954 geboren, stammt aus Lage in Ostwestfalen,...

INTERVIEW: ULRICH DEUTER K.WEST: Anfang Juli, in den Tagen der Bildung der neuen Landesregierung, warteten viele auf ein Zeichen der Wertschätzung für Kunst und Kultur in Nordrhein-Westfalen. Heraus kam: Die Kultur wird versteckt in einem Gebinde aus Familie, Jugend, Kinder, Sport. Frau Ministerin, haben Sie Verständnis dafür, dass manche...


Kulturpolitik | 07 / 2010

DER K.WEST-STADTMARKETING-MALKASTEN

Das Ruhrgebiet ist gar nicht mehr hässlich und dreckig; es ist jetzt hübsch. Was verrostet war oder leer stand, ist nun super bunt angeleuchtet. Die Dreckhügel vom Bergbau, die da so rumstehen, haben jetzt Kronen. Gleich sieht...

GANZ UNTEN  »Die zweite Stadt« in Köln Köln aufhübschen? Dann mal ans Werk. Wir hätten da noch ein paar Kulturhauptstadt-Projekte übrig, ruft das Ruhrgebiet rüber. Die sind zwar teuer und ambitioniert; aber für Köln, das sich weiland selbst vergeblich für 2010 beworben hatte, die Chance, sich als Second-Hand-Kulturhauptstadt darzustellen....


Kulturpolitik | 05 / 2010

POLITIK PRO POLIS?

Die Kommunen sind pleite. Die Stadt, so wie wir sie kennen, ist bedroht. Gibt es Auswege aus der Krise? Und wenn ja, kommen sie früh genug? Teil 2 der Serie über die kommunale Finanznot.

TEXT: ULRICH DEUTER Die Kommunen stehen am Abgrund – das war vor einem Monat an dieser Stelle zu lesen. Die Kräfte, die den Krater gerissen haben – das Wegbrechen der Einnahmen, die Explosion der Ausgaben –, sind tektonischer Natur: von den Betroffenen nicht zu kontrollieren. Die Kommunen stehen am Abgrund – aber viele von ihnen sind bereits...


Kulturpolitik | 04 / 2010

POLITIK CONTRA POLIS

Die Kommunen sind pleite. Sie werden nie wieder solvent sein. All ihren Vorzügen, nicht nur Theatern und Museen, geht es an den Kragen. Die Stadt, so wie wir sie kennen, ist bedroht.

TEXT: ULRICH DEUTER Kurz vor Weihnachten vergangenen Jahres bot sich vor dem Düsseldorfer Landtag ein erbarmungswürdiges Bild. Die Ärmsten der Armen reckten da in der Winterskälte Transparente in kränkelndem Rot und beschworen »Hilfe zur Selbsthilfe«. Verzweifelt flehten sie: »Lasst unseren Städten die Würde« – Oberbürgermeister und Kämmerer...


Kulturpolitik | 09 / 2009

Pssst!

»Site of Silence« – die Münsteraner Kunsthalle für zeitgenössische Kunst versammelt sieben gar nicht so leise Künstlerpositionen zum Thema »Stille«

//   Alles begann mit John Cage. Nicht nur, dass der amerikanische Komponist und radikale Lautkünstler ein Buch über das Phänomen der Stille schrieb; er komponierte auch ein Stück, sein berühmtes »4.33«, das aus nichts als Stille besteht – und doch so vieles hörbar macht in der Zeit, in der...


Kulturpolitik | 07 / 2009

EIN KLASSENLOS

Unter Schulverweigerern: Eine türkischstämmige Lehrerin erzählt

TEXT: ULRICH DEUTER Der kleine Baker ist ein fixer Junge, der am liebsten als erster fertig ist. Denn Erster zu sein garantiert ein Lob von der Lehrerin. Die heißt Betül Durmaz und weiß, Baker lechzt förmlich nach Anerkennung. Leider geht Bakers Schnelligkeit meist auf Kosten der Gründlichkeit, aber dumm ist Baker nicht. Das Problem von Baker...


Kulturpolitik | 06 / 2009

Klimakultur - ein Wechsel der Perspektive

Warum die Kulturwissenschaften die globale Erwärmung und ihre Folgen in den Blick bekommen müssen

Im Sommer 2007 veröffentlichten Claus Leggewie, Direktor des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI), Ludger Heidbrink und Harald Welzer, Senior Fellows am KWI, einen Aufruf in der Zeit, in dem sie einen Beitrag der Kultur- und Sozialwissenschaften zur Klimakatastrophe einforderten und beklagten, dass viele Kollegen dem Geschehen...


Kulturpolitik | 02 / 2009

Stadt unter?

Es gibt wohlhabende Städte wie Düsseldorf oder das frisch entschuldete Langenfeld. Die meisten Städte aber sind arm, v. a. im Ruhrgebiet. Insgesamt 174 Gemeinden in NRW stecken in der Haushaltssicherung, 73 arbeiten mit einem...

Aus den MiesenMönchengladbach I: Rettung in letzter Sekunde?//   Es ist ein bitterkalter Januartag, an dem das Theater Krefeld/Mönchengladbach sein Publikum darüber informieren will, was es künftig erwarten darf, wenn der Mönchengladbacher Stadtrat sich – anders als der Krefelder – weiterhin weigern...


Was? Wann? Wo?Der Kultur-kalender für NRW

Hier stehen: Anzeigen