Dr. Kurt Wettengl

Geboren 1954 in Dieburg/Hessen Studium der Kunst/Visuelle Kommunikation, Geschichte und Erziehungswissenschaft en; Studium der Kunstgeschichte, Promotion 1983. Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Museum für Kunst- und Kulturgeschichte, Dortmund (1988/90); ab 1990 Kustos, stellv. und zuletzt Kommissarischer Direktor am Historischen Museum, Frankfurt/M., Lehraufträge an div. Universitäten; Ausstellungen und Publikationen von der Kunst des Spätmittelalters bis zur Gegenwart. Seit Januar 2005 Direktor des Museums am Ostwall, Dortmund

WELCHES KUNSTWERK, GLEICH WELCHEN GENRES, HAT IN IHNEN DIE STÄRKSTE EMOTION AUSGELÖST?

Meine erste eigene LP im Jahre 1969: »Uncle Meat« von Frank Zappa & The Mothers of Invention. So eine Musik hatte ich noch nie gehört.

WENN SIE VON IHREM EIGENEN HAUS ABSEHEN, IN WELCHEM MUSEUM ODER ANDEREN HAUS DER KULTUR WÜRDEN SIE GERN DIE NACHT VERBRINGEN?

In der National Gallery in London. Dort stehen wunderbar bequeme Bänke. Und bei Schlafstörungen sieht man großartige Werke.

EIN SPONSOR ÜBERLÄSST IHNEN EINE MILLION EURO. WIE VERWENDEN SIE DAS GELD?

Als Trainer von MO Dortmund würde ich es in die Kinder- und Jugendarbeit stecken. Die Vermittlung der Freude an der Kunst ist eine gute »Investition«.

WENN SIE NICHT MUSEUMSDIREKTOR WÄREN, WER ODER WAS HÄTTEN SIE SONST SEIN MÖGEN?

Die Alternative war damals Architekt. Das wäre sie auch heute noch.

WAS WÄRE FÜR SIE DAS GRÖSSTE UNGLÜCK?

Bleiben wir dienstlich: Die Vier Elemente im Museum.

WELCHES BAUWERK IN NRW MÖGEN SIE AM LIEBSTEN?

Die Schwebebahn in Wuppertal. Eine ästhetisch und technisch geniale Lösung der Verkehrsprobleme im engen Tal.

WOMIT BEGINNEN SIE GEWÖHNLICH IHREN TAG?

Duschen – essen & trinken – küssen & gehen.

WAS KOMMT IHNEN IN DEN SINN, WENN SIE DAS WORT »PUBLIKUMSRENNER« HÖREN?

Picasso, Matisse, Cézanne, Matisse, Cézanne, Picasso

DIE AM HÄUFIGSTEN VORKOMMENDE BERUFSKRANKHEIT IN IHRER PROFESSION?

Auszehrung. Entweder durch persönliche oder öff entliche Armut.

VON WELCHEM GROSSEN MALER ODER FOTOGRAFEN WÜRDEN SIE SICH AM LIEBSTEN PORTRÄTIEREN LASSEN?

Warum sollte ich mich porträtieren lassen. Aber wenn es denn sein müsste: von Lucien Freud – der ist so gut beim Inkarnat.

WENN SIE DIE WAHL HÄTTEN, WÄREN SIE LIEBER FAUST ODER MEPHISTO?

Mein Erkenntnisinteresse ist ausgeprägt, aber nicht faustisch. Und bei meinem Namen stößt die Identifikation mit Mephisto an enge Grenzen.

NENNEN SIE EIN BILD GEGEN SCHLECHTE LAUNE.

Sigmar Polkes Gemälde »Höhere Wesen befahlen: rechte obere Ecke schwarz malen.«

Special
10 / 2006

Dr. Kurt Wettengl


Was? Wann? Wo?Der Kultur-kalender für NRW

Anzeigen

K.WEST Gezwitscher