In Köln haben sich vier Kunstvereine aus Nordrhein-Westfalen über den Weststern Förderpreis 2026 gefreut. Der mit insgesamt 90.000 Euro dotierte Preis würdigt herausragende Jahresprogramme, Ausstellungen und gesellschaftliches Engagement.
40.000 Euro gehen an den Kunstverein Siegen. Er überzeugte die Jury vor allem mit seinem breit angelegten Programm rund um urbane Transformation, Öffentlichkeit und Teilhabe (hier geht’s zu unserem Text dazu). Besonders die Ausstellung „___Stadt“ in der leerstehenden Karstadt-Filiale zeigte, wie sich ein verlassener Ort in einen Treffpunkt für Kunst und Austausch verwandeln lässt.
Der Westfälische Kunstverein erhält 30.000 Euro für die beste Ausstellung: »Voices of Many Voices« von Julia Heyward. Die US-amerikanische Künstlerin und Musikerin war in Europa erstmals mit einer Einzelausstellung zu sehen. Ihre Arbeit bewegt sich zwischen Bild, Musik und Sprache – und eröffnet einen neuen Blick auf die New Yorker Kunstwelt seit den 1970er Jahren.
20.000 Euro bekommt der Kunstverein Unna. Er macht seit Jahren vor, wie man zeitgenössische Kunst einem breiten Publikum zugänglich macht. Mit einem neuen Standort mitten in der Stadt will der Verein diese Verbindung zum öffentlichen Leben nun noch verstärken.
Eine besondere Anerkennung und 10.000 Euro gehen schließlich an den NAK Neuer Aachener Kunstverein. In »Right Place, Wrong Time« verwandelte Janis Löhrer die Räume teilweise in eine Gemeinschaftsdusche – aus Keramik, Zeichnungen und zahlreichen Alltagsobjekten entstand eine ungewöhnliche Auseinandersetzung mit queeren Begegnungsräumen und ihren Codes.
Der Weststern soll die Arbeit der Kunstvereine in NRW sichtbarer machen und ihre Rolle als Orte für zeitgenössische Kunst, gesellschaftliche Debatten und bürgerschaftliches Engagement stärken.





