Die contemporary art ruhr wird 20: Mit einer interessanten Mischung geht die »Innovative Art Fair« vom 16. bis 18. Oktober im Essener Unesco-Welterbe Zollverein über die Bühne.
Im 20. Jahr ihres Bestehens hat sich die C.A.R. zum bemerkenswerten Kunstmarktplatz der Ruhr-Region entwickelt. Dahinter steckt schließlich ein interessantes Doppelkonzept: Während sich die im Frühjahr laufende »Photo/Media Art Fair« auf Fotografie und Medienkunst spezialisiert hat, deckt die »Innovative Art Fair« im Oktober gleich sämtliche Sparten der zeitgenössischen Kunst ab.
Als besonderes räumliches Merkmal der C.A.R. hat sich der »Open Space« bewährt: Ohne Trennwände zwischen den Kojen dominieren luftige Wege, die den direkten Dialog zwischen Künstler*innen, Galerist*innen und dem Publikum fördern. Überschaubare Standgebühren für die Aussteller*innen ermöglichen es zudem, dass sich Newcomer, Avantgarde und etablierte Galerien gleichermaßen auf Augenhöhe präsentieren können.
Vielseitig wie nie
Zum 20. Geburtstag gibt sich die C.A.R. räumlich so vielseitig wie nie. Besonders neugierig macht das im Vorjahr gestartete Format »New Spaces« auf der Kokerei, das neben den Räumen der Mischanlage auch im Salzlager gastiert. Inmitten der Atmosphäre des begehbaren »Palace of Projects« von Ilya und Emilia Kabakov bietet das Salzlager eine Bühne für Skulpturen, Installationen, Performances und Videokunst. Neu ist in diesem Jahr der »C.A.R.-Pop-Up-Market-Place« – er ermuntert zum niederschwelligen Kennenlernen einzelner Positionen.
Dazu setzt das Programm auf interdisziplinäre Synergien. So wollen die Astrophysikerin Sandra Unruh und die Künstlerin Katja Zander bei einem öffentlichen Gedankenaustausch über Entstehung von Wirklichkeit und Wahrnehmung debattieren. Was das Profil der Aussteller*innen angeht, so wird die Liste der Stammgäste ergänzt und bereichert durch eine Reihe von Neuzugängen. Erstmalig vertreten sind etwa die junge Darmstädter Galerie 6b (mit den Künstlerinnen Jeanette Bohn und Tina Ritter) sowie der Kunst- und Werkhof Großropperhausen (an seinem Stand kann man unter anderem Holzskulpturen von Leon Fiand entdecken).
Dazu präsentieren etablierte Teilnehmer*innen ihre sorgsam kuratierten Galerie-Programme – allen voran die ART-isotope Galerie Schöber aus Wertheim. Auch die Münchner LOFT 11 Gallery reist zum vierten Mal an und zeigt unter anderem Arbeiten der Fotolegende Elliott Erwitt, während das Kunsthaus Hage bereits zum zehnten Mal dabei ist. Drei Essener Galerien, darunter die Galerie Klose (seit 2010 vertreten), sichern das lokale Fundament der Messe.
C.A.R. INNOVATIVE ART FAIR 2026, UNESCO-WELTERBE ZOLLVEREIN
(GEBÄUDE A 5, A 12), ESSEN, 16. BIS 18. OKTOBER






