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Das Schlossareal denken

Flächenfraß, versiegelte Stadträume, zu wenig Grün. Investorenarchitektur, die auf ihre Vermarktbarkeit, aber nicht auf die lebenswerte Gestaltung unserer Städte ausgerichtet ist. Ja, das alles wird es auch in Zukunft noch geben. Aber in gewisser Weise kommt ein Buch, das im Rahmen der Landesinitiative Baukultur NRW entstanden ist, dann doch zur rechten Zeit. Es ist zufällig in einer Phase des zwangsläufigen Stillstands erschienen. Ob sie genutzt werden wird, um unseren Umgang mit Ressourcen zu überdenken? Sicher ist: Tim Rieniets, Professor für Stadt- und Raumentwicklung an der Leibniz Universität Hannover, und Christoph Grafe, der als Professor für Architekturgeschichte und -theorie an der Universität Wuppertal lehrt, haben interessante Umnutzungsbeispiele (nicht nur) aus NRW zusammengestellt, die zumindest zeigen, was sein könnte. Die vor Augen führen, dass Altbauten Inspiration sind. Und Rohstofflager.  Vom Wiener Architekten Georg W. Reinberg stammt die Faustformel, dass allein der Bau eines Wohnhauses mehr Energie verbraucht, als die Bewohner während seiner gesamten Lebensdauer darin benötigten. »Energieeinsparung mit Neubauten ist grundsätzlich nicht möglich«, sagt auch der Experte Günther Moewes, der lange an der FH Dortmund lehrte. Alle Neubauten würden immer das Bauvolumen und den Energiebedarf erhöhen, selbst wenn es Niedrigenergie- oder Passivhäuser sind. Wer also wirklich Energie sparen will, baut kein neues…