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Das Schlossareal denken

Rostroter Klinker und nikotingelber Putz. Einfamilienhäuser mit Satteldächern, Kunststofftüren und dazwischen: ein kleines knallblaues Haus. Mit ungewöhnlich hoher Gaube und auffällig großen Fenstern. Nur wenige Quadratmeter groß und dennoch geräumig. Unkonventionell, aber nicht avantgardistisch. Gewagt, aber nicht effekthascherisch. Eines der zurzeit interessantesten Einfamilienhäuser in Nordrhein-Westfalen steht in der Pestalozzistraße 1 im rheinländischen Hürth. In einer Siedlung, wie es sie tausendfach in Deutschland gibt. Mit ordentlichen Vorgärten und Gartenzäunen, einfarbigen Garagentoren und einem Stilmix aus An- und Umbauten, wie wir ihn seit der Nachkriegszeit kennen. Das freistehende Einfamilienhaus gilt den meisten Deutschen noch immer als Sehnsuchtsziel, das man erreichen, besitzen, weitergeben, vor allem aber selbst gestalten will. Das blaue Haus in Hürth vor dem Umbau durch BeL Architekten. Foto: BeL Architekten Als Sirit und Dirk Breuer allerdings im Herbst 2010 in der Nähe von Köln ein Grundstück samt Haus kauften, wussten sie vor allem: was sie nicht wollten. Der Vorgarten mit der schönen Magnolie, der bereits angelegte Garten und die zentrale Lage waren ideal; aber der Siedlungsbau von 1953 sollte für ein neues Eigenheim verschwinden, nur nicht »für ein Haus von der Stange oder wie aus einer Wohnzeitschrift«. Daher taten sie etwas, das sie von vielen unterscheidet: Sie engagierten Architekten, wozu…