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Reportagen fürs Ohr und Geschichte als Posting

Was gefällt, bekommt ein Herz, was alle sehen sollen, wird geteilt – je öfter, desto besser, desto erfolgreicher. Das ist das Prinzip sozialer Netzwerke. Und das Ziel der Investoren, die gerade den Düsseldorfer Kö-Bogen II mitentwickeln: Ihre Immobilie soll für die Social-Media-Community attraktiv sein. Dafür verwandeln sie das Dach in eine spektakuläre Liegewiese und planen die größte Grünfassade Europas. So wird das Bauprojekt zum Setting, so kommt es aufs Bild und ins Netz. Ist das der Anfang deutscherSocial-Media-Architektur? Als der heiße Sommer 2018 noch frisch war, gab es ein Pressegespräch im Düsseldorfer Dreischeibenhaus. Dem zu Füßen liegt die gewaltige Baustelle des Kö-Bogens II. Als »bautechnisch einmalig – architektonisch spektakulär« stellten der Immobilienentwickler CENTRUM (Düsseldorf) und die B&L Gruppe (Hamburg) das Projekt vor. Der von Ingenhoven Architects geplante Bau solle der »Höhepunkt in Düsseldorfs neuer Mitte« werden. Neben den Visualisierungen mit betont synthetischer Attitude gab es interessante Einblicke in die Strategie der Entwickler: Entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg der Immobilie sei neben der »Location«, wie es hieß, die hohe Attraktivität für die sozialen Medien. Die Menschen sollten vor dem neuen Komplex Selfies machen und ihren Standort tausendfach mit der Welt teilen. Denn der neue Ingenhoven-Komplex soll »instagrammable« sein. Ein englischer Begriff,…