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Das Schlossareal denken

Bei Fragen der Nachhaltigkeit in der Architektur stand lange der Energieverbrauch im Vordergrund. Durch energetische Optimierungen mit dicken Styroporverkleidungen wurden Niedrig- oder gar Nullenergiehäuser gefeiert. Hinzu kamen alternative Energiekonzepte von Photovoltaik über Geothermie bis zu Blockheizkraftwerken. Eine ganz andere Energie steckt allerdings im Gebauten selbst. Unter dem Schlagwort »graue Energie« wird all das zusammengefasst, was an Rohstoffen aufgewendet wird, um ein Gebäude zu bauen. Aktuelle Konzepte, mit Ressourcen verantwortungsvoll umzugehen, heißen »Cradle-To-Cradle« (von der Wiege zur Wiege) oder »Urban Mining« und beschäftigen sich mit der Wiederverwertbarkeit von verbauten Materialien oder ganzen Gebäuden.  Was noch vor wenigen Jahren hemmungslos abgerissen worden wäre, wird heute unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit erstmal auf seine Um- und Weiternutzung geprüft. Wie das gehen kann, hat das Kölner Büro JSWD Architekten 2017 anhand des ehemaligen BDI-Sitzes in Köln-Bayenthal vorgemacht. Das Bürohochhaus aus den 1970er Jahren von Claus Winkler mit seiner auffälligen geschwungenen Form und den kupferfarbenen Fensterbändern wurde nicht abgerissen, sondern zum Wohnhochhaus mit dem vom Projekt-Entwickler erdachten und arg werblichen Namen »Flow Tower« umgebaut. Die Grundstruktur aus Stahlbeton blieb, alles andere wurde neu errichtet. Dabei achteten die Architekt*innen darauf, trotz der neuen Nutzung, die etwa auch Balkone erforderte, in der horizontalen Gliederung der Fassade den…