Gelsenkirchen setzt auf musikalische Grenzgänge: Das »New Colours Festival« will die Industriekultur des Ruhrgebiets in eine klangliche Versuchsanordnung zwischen Jazz, Elektronik und Ambient verwandeln.
Wenn vom 24. bis 27. September 2026 das »New Colours Festival« in Gelsenkirchen gastiert, soll die Stadt selbst zum Resonanzkörper werden. Anstelle austauschbarer Bühnen bespielen 13 Acts zehn außergewöhnliche Spielorte, darunter die Kaue, die Bleckkirche, den Nordsternturm, den Kunstraum Norten und die Neue Zeche Westerholt.
Eröffnet wird das Programm vom WDR-Jazzpreisträger Hanno Busch und seinem Quartett – die Band tritt im Musiktheater im Revier auf. Stilistische Berührungsängste kennt das Festival nicht: Auf dem Nordsternturm schichtet die Cellistin Ashia Bison Rouge fragile Loop-Landschaften, während in der Kaue das Duo »Bruce« und die NuJazz-Urgesteine Nighthawks aufeinandertreffen. In der Bleckkirche verbindet der Norweger Håkon Kornstad Saxophonspiel und klassischen Tenorgesang.
Am 26. September präsentiert im stadt.bau.raum das preisgekrönte Tingvall Trio seine melodische Anschlagskultur. Am Sonntagvormittag gastiert dann die renommierte Markus Stockhausen Group im Kunstraum Norten mit feinsinnigen Improvisationen. Den Schlusspunkt setzt schließlich das Berliner Kollektiv Jazzanova Live feat. Wayne Snow in der Heilig-Kreuz-Kirche. Dabei soll sich das Hauptwerk des Backstein-Expressionismus in NRW (heute ein Kultur- und Veranstaltungshaus) kurzzeitig in einen Dancefloor verwandeln.
NEW COLOURS FESTIVAL, GELSENKIRCHEN, 24. BIS 27. SEPTEMBER





