Mit einer Hommage an Yves Klein beginnt Frank Hilbrich am 19. September als Intendant des Musiktheaters im Revier.
Die blauen Schwammreliefs von Yves Klein werden gerade gereinigt. Sie hängen als Wahrzeichen im Foyer des Musiktheaters im Revier (MiR). Im September sollen sie strahlen, denn Intendant Frank Hilbrich beginnt seine erste Spielzeit mit einer Hommage an Klein. »Blau« will »utopisches Musiktheater« sein und das Kollektiv Kommando Himmelfahrt, dass die Musik durch das ganze Gebäude fließt.

Es bleibt modern im Spielplan, denn Alban Bergs »Wozzeck« ist zwar schon über 100 Jahre alt. Die Klänge der Zwölftonmusik bleiben aber eine Herausforderung. Mit Ilaria Lazino hat Hilbrich eine Regisseurin engagiert, die als große Hoffnung gilt. Selbst führt er bei Puccinis »Tosca« im Oktober Regie. Der Programm-Mix ändert sich nicht: Es gibt Klassiker, Musicals und Zeitgenössisches wie eine Oper über Demenz. Das Puppentheaterensemble hat das MiR leider verlassen, ein großer Verlust. Dafür bleibt das Ensemble weitgehend beisammen. Es gibt ein neues Logo und eine neue Webseite. So etwas kostet viel Geld und hat selten einen Sinn.
Das Tanztheater hat mit Muhammed Kaltuk einen neuen Leiter, will auch Streetdance zeigen und heißt nun »TanzGelsenkirchen«. Hilbrich kommt vom Theater Bremen, ist erfahren und muss es auch sein: »Wir leben in einer der ernstesten Zeiten«, hat er bei seiner Vorstellung gesagt. Dem will er mit kreativer Energie und dem Versuch begegnen, mehr als zuvor Theater für alle zu machen.
»BLAU«
19. SEPTEMBER (PREMIERE)
WEITERE TERMINE BIS 3. OKTOBER





