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Süßer geht es kaum: Der liebe Blick, die niedliche Nase. Und wie sich die rosafarbenen Blütenblätter um das putzige Chihuahua-Köpfchen schmiegen. Spätestens im unteren Drittel des Bildes jedoch verliert sich die liebliche Anmutung. Fragwürdiges Gekröse macht sich breit – man denkt an Darmschlingen oder dergleichen. Die digitale Collage von FALK, alias @betrayal_junkie, führt mitten ins Thema der Ausstellung im NRW Forum. Unter dem Titel »#cute. Inseln der Glückseligkeit?« nimmt sie sich einer »Schlüsselkategorie der Gegenwart« an und versammelt dazu Alltagsgegenstände, Internet-Phänomene, außerdem fast 60 Arbeiten internationaler Künstler, die mit dem Niedlichkeitskult umgehen, ihn kommentieren, hinterfragen. Die Schau ist Teil eines interdisziplinären Forschungsprojekts zur Gegenwartsästhetik.  Dass Cuteness derzeit Konjunktur hat, wie die Macher behaupten, ist vielleicht noch nicht bei jedem angekommen. Aber sicher bei all jenen, die gelegentlich zuhören, wenn sich weibliche Teenager unterhalten. Die Schau kann ihre These noch dazu durch diverse Zahlen untermauern. Über 500 Millionen ist eine davon – denn mit so vielen Posts allein auf Instagram sei »cute« einer der beliebtesten Hashtags überhaupt. Babys werden gern so beschrieben, klar. Ebenso die Sympathieträger in Animationsfilmen oder Computer-Spielen. Soziale Medien, Werbung, Produktdesign… längst hat sich die neue Niedlichkeits-Ästhetik flächendeckend ausgebreitet. Mitunter verleiht man gar Robotern putzige Züge.  Die absolute…